Justitia21 - ein juristisches Expertensystem

Inhalt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorwort

Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft kann der Computer zwar schon sehr viele Sinnesorgane des Menschen simulieren, in manchem ist der Mensch dem Computer jedoch weit voraus. Dies spiegelte sich auch bei der Entwicklung von sog. Expertensystemen wider (manche sprechen auch von der Künstlichen Intelligenz oder von Konsultationssystemen). Die Entwicklung von Expertensystemen  (expert systems) ist ein Teilbereich des Forschungsgebietes der "Künstlichen Intelligenz".

Da die Wissenschaft es bis heute noch nicht geschafft hat, sämtliche Funktionen des menschlichen Gehirns abschließend zu erforschen, führte es dazu, dass viele Expertensysteme in den letzten Jahren sehr schnell vom Markt genommen worden sind. Meiner Ansicht nach ist es jedoch nicht notwendig, das menschliche Gehirn abschließend zu beherrschen. Wichtig ist für mich, dass der Computer eine unterstützende Funktion übernimmt und dass diese vom Benutzer im Bedarfsfalle kontrolliert werden kann. Nur so wird ein Vertrauensverhältnis aufgebaut, welches zu einer routinierten und erfolgsversprechenden Benutzung führt. Diese Erkenntnisse führten mich zu der Entwicklung von Justitia21.

Zusätzlich enthält Justitia21 eine Volltextsuchfunktion. Mit dieser Suchmöglichkeit nach frei eingebbaren Suchbegriffen können Sie Justitia21 auch ganz "gewöhnlich" als Datenbank nutzen, um Informationen in sämtlichen Kontextbäumen abzufragen. Mit der Suchfunktion ist auch eine Trunkationsrecherche möglich, das heißt, dass auch die Suche nach Teilbegriffen erfolgen kann. Erlaubt ist die Suche nach Wortteilen am Anfang, am Ende oder in der Mitte eines Wortes.

Musste man bislang zur Untersuchung der Rechtslage vor allem Gesetzestexte, Entscheidungssammlungen, Kommentare, Lehrbücher und Zeitschriften heranziehen, die in lediglich in gedruckter Form vorlagen, kann Justitia21 sehr effektiv über das World Wide Web auch als juristisches Informationsmedium dienen.

Selbstverständlich kann Justitia21 die individuelle Rechtsberatung im Einzelfall nicht ersetzen. Nur Anhand der Überprüfung sämtlicher Umstände - tatsächlich sowie rechtlich - kann "prognostiziert" werden, welchen Weg die Rechtsprechung gehen wird.  Ich hoffe aber, dass dieses Programm dazu beiträgt, so manchen Parteien mit ihren Rechten und Pflichten besser vertraut zu machen und dadurch in dem einen oder anderen Fall einen Streit von vorneherein zu verhindern. Auf der anderen Seite wird Justitia21 sicherlich auch dazu beitragen, Sie anhand der praxisrelevanten Vorgaben zu ermutigen, gewisse Ansprüche nicht einfach aufzugeben.

Die Sach- und Rechtslage der jeweiligen Ausgangsfrage sowie das Ergebnis von Justitia21 sollte aber in jedem Falle mit einem Anwalt bzw. Steuerberater diskutiert werden.

Schließlich ist Justitia21 ein "Frontend" meines Expertensystem-Shell-Projektes (ESSP). Alle Datenbanken von Justitia21 sind mit ESSP erstellt worden. Sollten Sie selbst an der Entwicklung eines Expertensystems interessiert sein oder Justitia21 unterstützen wollen, so folgen Sie bitte diesem Link zu ESSP. Eine ausführliche Beschreibung der Programme von ESSP entnehmen Sie bitte den Handbüchern zu den Programmpaketen.

Für sämtliche juristische Software beachten Sie bitte diesen Hinweis!

Um das Programm "Justitia21" als Gast jetzt zu starten, folgen Sie bitte diesem Link.

Hinweis: Ab sofort sind sämtliche Kontextbäume für Gäste komplett freigeschaltet worden! Eine Anmeldung als Basis- bzw. Premiumbenutzer ist daher nicht mehr notwendig und derzeit auch nicht möglich. Die max. Dauer einer Sitzung für Gäste liegt bei 24 Stunden. Danach müssen bzw. können Sie sich erneut als Gast einloggen.

Für Gäste werden weiterhin keine Lizenzgebühren für Justitia21 fällig.

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Justitia21 als juristisches Expertensystem?

Die Auswertung von Urteilen und juristischen Informationssystemen ist eine sinnvolle Weise, um Material für Dokumentationen wie Lehrbücher zu schaffen. Da dieser Weg aber mit sehr viel Zeitaufwand verbunden ist, ist er für die tägliche Praxis als Hilfsmittel zur Lösung von Fällen grundsätzlich ungeeignet. Gerade Urteile sind meistens nicht auf einen neuen Fall übertragbar, weil das Gericht lediglich einen dem Urteil zugrunde liegenden konkreten Rechtsfall geprüft hat.

Wünschenswert wäre es daher, ein Informationssystem zu schaffen, mit dem jeder gängige "Normalfall" gelöst werden könnte. Diesen Ansatz versucht Justitia21 als juristisches Expertensystem.

Ein juristisches Expertensystem (expert system) ist ein Computerprogramm, mit dem versucht wird, an Hand von strukturierten Gedankengängen und Erfahrungen des Juristen  ein maschinelles System zu konstruieren, das Anwendern Aspekte einer juristischen Problemlösungskompetenz zur Verfügung stellt (ähnlich auch Wachsmuth, Expertensysteme, Planen und Problemlösen, in: Görz, Günther (Hrsg.), Einführung in die Künstliche Intelligenz, 2. Aufl. 1995, S. 713 ff.). Reine juristische Datenbanken, die Informationen speichern und nach Suchbegriffen sortieren und ausgeben (wie z. B. AH-Unitex), sind somit keine juristischen Expertensysteme.

Im Ergebnis kann davon ausgegangen werden, dass ein juristisches Expertensystem nur dann vorliegt, wenn es zusätzlich Problemlösungswissen enthält, welches den Nutzer durch die Art seiner Verknüpfung, verbunden mit einer Dialogführung bei der Problemlösung unterstützt.

Bei Justitia21 handelt es sich im Ergebnis um ein juristisches Expertensystem. Damit gehört es zur Legal Technology, weil es juristische Arbeitsprozesse unterstützt. Justitia21 ist eine stetig erweiterbare Datenbank, die sich aus vielen einzelnen Datenbanken (sogenannte Kontextbäume) zusammensetzt. Im Verhältnis zu gewöhnlichen, klassischen, datenverarbeitenden Computerprogrammen, die Informationen in Tabellenformen verwalten, sind die Informationen in Justitia21 miteinander verknüpft und dadurch bereits strukturiert gespeichert worden.

Es handelt sich bei Justitia21 damit nicht um eine gewöhnliche Datenbank. Jede einzelne "kleine" Datenbank, mithin jeder Kontextbaum, enthält strukturierte Informationen, die zur Lösung einer bestimmten Ausgangsfrage auf einem ganz konkreten Rechtsgebiet dienen soll, z. B.: "Kann der Wohnraummietvertrag gekündigt werden?" Jede "kleine" Datenbank führt den Nutzer interaktiv (über das Internet) zur Beantwortung der ursprünglich gestellten Ausgangsfrage. Als Autor diverser solcher "kleinen" Datenbanken habe ich mich darum bemüht, die einzeln zu prüfenden Schritte so praxisnah wie möglich aufzuarbeiten. Die Ausgangsfrage ist von mir in diverse kleine Einzelfragen zerlegt worden, die der Nutzer jeweils mit "JA" oder "NEIN" zu beantworten hat. Juristisches Fachwissen bzw. Detailinformation zu jeder einzelnen Frage kann über den Button "HILFE" abgerufen werden und soll so den Nutzer unterstützen, seine Entscheidungen zu treffen. Der Nutzer hat während einer Sitzung sogar die Möglichkeit, eigene Anmerkungen über den Button "BEMERKUNG" zu jeder Frage einzugeben, die bei Bedarf am Ende einer Prüfung über die "Gutachten"-Funktionen aufgelistet werden können. Durch die "JA"-"NEIN"-Navigation führt Justitia21 den Nutzer solange, bis ihm am Ende der Prüfung ein erstes Ergebnis zu der Ausgangsfrage vorliegt.

In Justitia21 sind also die Informationen strukturiert gespeichert worden. Ähnlich wie ein Programmablaufplan (PAP) habe ich ein konkretes Problem (in Form einer Ausgangsfrage) in diverse Einzelfragen so zerlegt und so strukturiert, dass dies für die Praxis denklogisch Schritt für Schritt zu einem angemessenen ersten Ergebnis führt.

Zusätzlich kann zu jeder Einzelfrage in der Regel ein ausführlicher Hilfetext ("Hilfe") abgerufen werden. Dieser Hilfetext soll dazu dienen, um den Anwender bei der Beantwortung der einzelnen Fragen mit "JA" oder "NEIN" behilflich zu sein. In den Hilfetexten werden beispielsweise Begriffe erklärte oder aber Gesetzestexte zitiert sowie Rechtsprechungs- und Literaturnachweise genannt.

Darüber hinaus kann der Nutzer seinen Sachverhalt zu den einzelnen Fragen in ein Bemerkungsfeld ("Bemerkung") eingeben. Diese Eingaben werden vorübergehend zu den jeweiligen Einzelfragen gespeichert.

Am Ende einer Prüfung kann der Nutzer umfangreiche Gutachten-Funktionen aufrufen und sich den gegangenen Lösungsweg mit den Hilfetexten und seinen eingegebenen Bemerkungen als Protokoll anzeigen lassen, drucken oder aber nach einer Speicherung mit einer anderen Software (beispielsweise einer Textbearbeitungssoftware) weiterbearbeiten.

Damit handelt es sich bei Justitia21 um eine strukturierte Datenbank, die Rechtsratsuchenden bei der Lösung von Problemen in verschiedenen Rechtsgebieten behilflich sein soll.

Aufgrund der zuvor aufgezeigten Möglichkeiten von Justitia21 habe ich dieses Projekt als "juristisches Expertensystem" bezeichnet (manche nennen vergleichbare Programme auch Konsultationsysteme). Dies bedeutet aber keineswegs, dass Justitia21 abschließendes "Expertenwissen" enthält. Die Informationen in Justitia21 gewähren lediglich einen Überblick über die dargestellte Rechtsmaterie. Dies bedeutet, dass bei der Nutzung von Justitia21 weiterhin der Weg zum Rechtsanwalt erforderlich sein wird.

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Vorteile von Justitia21

Viele von uns haben so manches rechtliches Problem zu lösen. Im Familienrecht könnte die Ausgangsfrage beispielsweise so lauten: "Kann meine Ehe geschieden werden und welche Voraussetzungen müssen dazu erfüllt sein?"

Entsprechend recherchieren wir im Internet mit passenden Suchbegriffen dazu, um uns mit den angezeigten Informationen einen Überblick zu verschaffen.

Das Internet verschafft uns zwar Zugang zu einer nie gekannten Fülle von Informationen aus den unterschiedlichsten Quellen. Aber die Suchergebnisse erreichen uns meistens völlig unstrukturiert und in einer Vielzahl, die kaum noch zu überblicken sind. Dadurch wird es schwierig, die Zusammenhänge zu verstehen. Man nennt dies auch Informationsüberflutung bzw. Reizüberflutung. Am Ende wissen wir gar nicht mehr, welche Infos eigentlich wichtig sind und welche nicht.

Hinzu kommen konträre Meinungen von Experten, in denen die einen dies behaupten und die anderen das Gegenteil. Dies führt nicht selten zu einer noch größeren Verunsicherung und schließlich wissen wir nicht, ob uns nicht vielleicht doch noch eine wichtige Information entgangen ist.

Um einen möglichst objektiven Überblick auf das Wesentliche zu gewinnen, ist Justitia21 entwickelt worden. Es enthält klar strukturierte, praxisrelevante Informationen zu einer bestimmten Ausgangsfrage, die denklogisch den Nutzer von einer (Zwischen-) Frage zur nächsten führt, um schließlich eine erste Antwort auf die Ausgangsfrage zu erhalten. Denn der Gesetzgeber und die Rechtsprechung haben gewisse Kriterien (Tatbestandsmerkmale) vorgegeben, die z. B. für einen Anspruch erfüllt sein müssen.

Justitia21 besteht aus diversen sogenannten Kontextbäumen (kleine "intelligente" Datenbanken), die mit den Tools meines Expertensystem-Shell-Projekts automatisch generiert worden sind. Jede einzelne "kleine" Datenbank, mithin jeder Kontextbaum, enthält strukturierte Informationen, die zur Lösung einer bestimmten Ausgangsfrage auf einem ganz konkreten Rechtsgebiet dienen soll.

Justitia21 führt den Nutzer interaktiv und denklogisch bis zur ersten Beantwortung der ursprünglich gestellten Ausgangsfrage. Die Ausgangsfrage ist von mir dabei in diverse kleine Einzelfragen zerlegt worden, die der Nutzer jeweils mit "JA" oder "NEIN" zu beantworten hat.

Inwieweit ein Tatbestandsmerkmal im Einzelfall erfüllt ist, entscheidet also bei Justitia21 (nach einer Abwägung aller Umstände) weiterhin ein Mensch.

Juristisches Fachwissen bzw. Detailinformationen zu jeder einzelnen Frage können über den Button "HILFE" abgerufen werden und sollen so den Nutzer unterstützen, seine Entscheidungen zu treffen.

Der Nutzer hat während einer Sitzung zusätzlich die Möglichkeit, eigene Anmerkungen über den Button "BEMERKUNG" zu jeder Frage einzugeben, die bei Bedarf am Ende einer Prüfung über die "Gutachten"-Funktionen aufgelistet werden können.

Da die Informationen in diesen Datenbanken miteinander verknüpft und dadurch bereits ähnlich wie ein Programmablaufplan (PAP) bzw. Entscheidungsbaum strukturiert, aber mit vielen Informationen gespeichert worden sind, habe ich diese Datenbanken mit "Kontextbäume" bezeichnet.

Diese sogenannten Kontextbäume (kleine "intelligente" Datenbanken") sind von mir nach einer jahrelangen, praktischen Prozess- und Lebenserfahrung mit großer Sorgfalt und nach bestem Wissen und Gewissen erstellt worden.

Ich hoffe daher, dass Justitia21 auch die für Sie wesentlichen Informationen zur Beantwortung der Ausgangsfrage zur Verfügung stellt, ohne Sie zu verunsichern.

Daneben dient Justitia21 aber auch als Selbstkontrolle, indem ein für den Anwender wichtiges Rechtsgebiet nach der Prüfung abschließend dokumentiert wird und schließlich noch einmal geprüft werden kann, ob die von Justitia21 vorgegebenen Lösungswege wirklich zu einem angemessenen Ergebnis geführt haben.

Justitia21 kann ferner mit seiner Volltextsuchfunktion auch als Teil eines betrieblichen Informationssystems dienen. Ein Unternehmen, welches regelmäßig Spezialmaterien zu prüfen hat, könnte mit Justitia21 für alle Fälle gleichermaßen einen Vorgang dokumentieren. Die Informationen können zentral abrufbar für alle Filialen über das Internet oder in einem Intranet verfügbar sein. Der Sachbearbeiter braucht zur Bearbeitung des Einzelfalles nicht mehr in umfangreichen Anleitungsbüchern nachzuschlagen, sondern kann die Lösung seines Problemfalles mit der Hilfe der Kontextbäume in Justitia21 erreichen.

Mit den Entwicklungsprogrammen von ESSP (für mehr Informationen zu ESSP folgen Sie bitte diesem Link ...) könnte sogar das Herrschaftswissen in den obersten Führungsetagen eines Unternehmens zentral für alle Sachbearbeiter zur Verfügung gestellt werden.

Wegen der zunehmenden Harmonisierung innerhalb der Europäischen Gemeinschaft habe ich Justitia21 bereits auf unterschiedliche Sprachmodule vorbereitet. Sollte es demnächst tatsächlich zu einem europäischen Zivilgesetzbuch kommen, so könnten Kontextbäume für die europäischen Mitgliedsstaaten - auch in unterschiedlichen Sprachen - zur Verfügung gestellt werden.

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Wozu dient Justitia21 nun genau?

Im Alltag entstehen immer wieder Konflikte zwischen Vertragspartnern bzw. Schädiger und Geschädigte. Möchte der eine oder andere seine Rechte außergerichtlich oder gerichtlich durchsetzen, müssen bestimmte Voraussetzungen (Tatbestandsmerkmale) erfüllt sein. Da die betroffenen Personen nur selten in der Lage sind, diese Voraussetzungen selbst zu prüfen, wenden sie sich in der Regel an Juristen (Rechtsanwälte/Rechtsanwältinnen) und bitten um Rat.

Das Ziel der juristischen Fallbearbeitung durch den Juristen (Rechtsanwalt/Rechtsanwältin) ist dann die Beantwortung der als Aufgabe vom Auftraggeber (in der Regel Mandant/Mandantin) gestellten Rechtsfrage. Dazu wird sich der Jurist bemühen, möglichst schnell die passende Rechtsgrundlage aufzusuchen.

Wird irgendwo in einem Gesetz eine eventuell passende Rechtsvorschrift gefunden, prüft der Jurist sehr intensiv die einzelnen Voraussetzungen dieser gesetzlichen Vorschrift (z. B. eine Anspruchsgrundlage für zivilrechtliche Schadenersatzansprüche oder eine Strafvorschrift für eine in Betracht kommende Strafbarkeit des Auftraggebers ). Ausgangspunkt ist also eine bestimmte gesetzliche Vorschrift, deren jeweilige Voraussetzungen solange zu prüfen sind, bis die Frage beantwortet werden kann.

Wenn beispielsweise die Frage an den Juristen wie folgt lautet: Kann der Verkäufer V vom Käufer K Bezahlung von 1000,-- EUR verlangen?", ist die Antwort hierauf § 433 Abs. 2 BGB zu entnehmen, dessen Voraussetzungen nun geprüft werden müssen, um die gestellte Frage beantworten zu können.

Die Prüfung der einzelnen Voraussetzungen der gefundenen Anspruchsgrundlage führt am Ende zum Ergebnis. Diese nach logischen Gedankenschritten geordnete Herleitung der Antwort (mit Begründung) eines Ergebnisses wird auch die Erstellung eines Gutachtens genannt.

Die technische und sprachliche Vorgehensweise bei der Anfertigung des Gutachtens bezeichnet man als Subsumtion. Darunter versteht man die Unterordnung des vorgegebenen Sachverhaltes unter die konkret geprüfte Rechtsnorm. Die Reihenfolge der einzelnen Prüfungsschritte zu jeder Ausgangsfrage ist schon denklogisch vorgegeben und daher zwingend einzuhalten.

Die Subsumtion als das Kernstück der juristischen Fallbearbeitung im Gutachtensstil kann zu jeder Ausgangsfrage - also zu jedem Kontextbaum - eingehalten werden. Die vier Arbeitsschritte der Subsumtion sind in Justitia21 wie folgt aufgeteilt:

  • Bildung von Überschrift und Obersatz durch Justitia21 ("Frage" in Justitia21)
  • Auslegung bzw. Konkretisierung der Frage durch Justitia21 ("Hilfe" in Justitia21)
  • Unterordnung des konkreten Sachverhalts durch den Nutzer ("Bemerkung" in Justitia21)
  • Feststellung des Ergebnisses durch Justitia21 ("Antwort" in Justitia21)

Das Auffinden der Anspruchsgrundlage bereitet dem juristischen Laien deswegen Schwierigkeiten, weil es in der Praxis eine nicht mehr zu überschauende Anzahl von Rechtsnormen und Urteile dazu gibt. Beispielsweise sind allein der überwiegende Teil der 2385 Paragraphen des BGB nur Hilfsnormen. Diese sind nur innerhalb einer Anspruchsgrundlage relevant; dort ist es wiederum problematisch, welche der zahlreichen Normen dort überhaupt anwendbar sind und in welchem Verhältnis sie zueinander stehen.

Zur ersten Orientierung ist es daher hilfreich, wenn man allgemein eine bestimmte Ausgangsfrage früher oder später beantwortet bekommt und den gegangenen Lösungsweg im Gesetz nachlesen kann, um das Gefühl dafür zu bekommen, welche Anspruchsgrundlage für meine Frage überhaupt in Betracht kommen könnte.

Justitia21 verwaltet und beantwortet in diesem Sinne diverse Ausgangsfragen aus den verschiedensten Rechtsgebieten. Der Jurist hat praxisrelevante Ausgangsfragen ausgewählt und diese mit strukturiertem Wissen gefüllt bis hin zu einer Antwort.

Die Ausgangsfrage wurde vom Autoren in diverse Einzelfragen systematisch unterteilt, die vom Anwender (Nutzer) mit JA oder NEIN beantwortet werden müssen. Auf diese Weise gelangt der Anwender am Ende der Prüfung zu einem Ergebnis.

Bei dem vorherigen Beispiel entsteht der Kaufpreiszahlungsanspruch nach § 433 Abs. 2 BGB nur unter der Bedingung, dass ein wirksamer Kaufvertrag geschlossen worden ist. Wie bereits zuvor ausgeführt worden ist, wird den Nutzern in der Regel zu jeder Frage ein Hilfetext zur Verfügung gestellt, der mit dem "HILFE"-Button abgerufen werden kann.

In diesem Beispiel werden im Hilfetextfeld zur Frage, inwieweit ein wirksamer Kaufvertrag geschlossen worden ist, voraussichtlich Ausführungen zu den §§ 145 ff. BGB zu finden sein. Auch § 151 Satz 1 Halbsatz 1 BGB dürfte dort nicht fehlen, weil diese Vorschrift grundsätzlich besagt, dass der Vertrag durch die Annahme eines Antrags zustande kommt usw.

Außerdem kann Justitia21 im Vorfeld einer späteren Beratung effizient eingesetzt werden. Ist beispielsweise eine der in Justitia21 angebotenen Kontextbäume (in Form einer - abstrakten - Ausgangsfrage) für Sie interessant, so wären Sie im Rahmen einer späteren Rechtsberatung bei einem Rechtsanwalt oder einer Rechtsanwältin für die Beurteilung Ihres - Einzelfalles - gut vorbereitet.

Ist z. B. nach dem Sachverhalt strittig, ob zwischen den Beteiligten ein Vertrag geschlossen wurde, weil möglicherweise Angebot und Annahme nicht übereinstimmen oder die Annahme verspätet zugegangen ist, kann der Nutzer dies in ein Bemerkungsfeld zu der entsprechenden Frage eingeben.

Wenn weiter z. B. der Sachverhalt nahelegt, dass die Annahmeerklärung ohne Erklärungsbewusstsein abgegeben wurde, ist weiter im Hilfetext zu der entsprechenden Frage zu konkretisieren, dass die Annahme eine Willenserklärung darstellt, zu deren Bestandteile der äußere (objektive) und der innere (subjektive) Tatbestand zählen, die sich wiederum aus einem zurechenbaren Erklärungstatbestand sowie dem Handlungs- und Erklärungsbewusstsein und Geschäftswillen zusammensetzen. Sollte der Sachverhalt hierzu Anhaltspunkte bieten (z. B. beim Handaufheben bei einer Versteigerung zum Gruß einer Bekannten), so kann der Nutzer entsprechende Sachverhaltsdaten ebenfalls in das Bemerkungsfeld eingeben.

Nach sorgfältiger Prüfung und Beantwortung (lediglich mit JA oder NEIN) der einzelnen Fragen wird Justitia21 am Ende zu einem Ergebnis kommen. Entweder sieht Justitia21 die gesetzlichen Anspruchsvoraussetzungen (Kaufpreiszahlung erfordert Kaufvertrag, dieser Angebot und Annahme, letztere eine wirksame Willenserklärung, diese wiederum zurechenbaren Anschein des Erklärungsbewusstseins) als erfüllt an oder nicht.

Mit diesem Wissen sind Sie gut vorbereitet auf einen Termin beim Rechtsanwalt, um mit diesem dann zusammen Ihren Fall prüfen zu können. Manchmal kann Justitia21 aber vielleicht auch schon im Vorfeld dazu beitragen, einen Streit zu schlichten.

Schließlich ist Justitia21 ein "offenes System", d. h. die Ausgangfragen werden regelmäßig erweitert und mit strukturiertem Wissen ausgefüllt.

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Programmbeschreibung

Für Justitia21 hat nun der Jurist einen Teil seines komplexen juristischen Fachwissens in Form von Entscheidungsbaumstrukturen  in leicht verständliche Einzelfragen systematisch zerlegt. Für die Nutzer wird die Handhabung dadurch intuitiv und sehr einfach. Ausgehend von einer bestimmten Problemstellung (z. B. "Darf ich eine Person vorläufig festnehmen?") werden die Nutzer von einem sog. Kontextbaum (= eine strukturierte Datenbank zu einer konkreten Ausgangsfrage) von einer Frage zur nächsten geführt. Die Fragen sind mit "JA" oder "NEIN" zu beantworten. Das Ausgangsproblem wird solange vom Juristen nach einer von ihm vorgegebenen Struktur in Fragen zerlegt, bis den Nutzern ein Ergebnis vorliegt.

Zu jeder Frage wird den Nutzern in der Regel ein Hilfetext zur Verfügung gestellt, der mit dem "HILFE"-Button abgerufen werden kann. Das Hilfefenster selbst enthält eine "ZOOM"-Funktion, d. h. der Hilfetext wird in einem größeren Fenster angezeigt, wenn oben rechts im Hilfefenster der "Pfeil nach oben" angeklickt wird.

In dem Hilfetext sind Begriffsdefinitionen und Fundstellen aus Literatur und Rechtsprechung hinterlegt worden. Die Ausführungen im Hilfetext helfen mithin bei der Beantwortung jeder Einzelfrage.

Konkrete Sachverhaltsdaten kann der Nutzer in ein Bemerkungsfeld zu jeder Frage eingeben, wenn er mit der Maus den "BEMERKUNG"-Button aktiviert hat. Auch hier steht eine "ZOOM"-Funktion wie zuvor beschrieben zur Verfügung.

Ist die Frage komplexer und reicht der Hilfetext nicht aus, kann ein sog. Unterkontextbaum (= eine strukturierte Datenbank zwecks Beantwortung einer ganz konkreten Frage innerhalb einer anderen strukturierten Datenbank) geladen werden, der bei der Beantwortung der jeweiligen Frage behilflich ist. Auch die Unterkontextbäume enthalten Entscheidungsbaumstrukturen, die im Bedarfsfalle zur Beantwortung einer konkreten Frage des (Haupt-) Kontextbaumes herangezogen werden können. Unterkontextbäume sind auch dann sinnvoll, wenn sich die Abfrage einer bestimmten Sachmaterie (ständig) wiederholt. Sollte sich der Jurist für die Ausgliederung komplexer Hilfetexte in einen oder mehrere sog. Unterkontextbäume entschieden haben, so wird in dem Hilfetext auf diese Unterkontextbäume verwiesen.

Am Ende der Prüfung können Gutachten angezeigt, ausgedruckt oder gespeichert werden, die den gegangenen Lösungsweg mit den Hilfetexten und den vom Nutzer eingegebenen Bemerkungen wiedergeben.

In der neuesten Version kann Justitia21 zusätzlich als reine juristische Datenbank genutzt werden, die Informationen nach Suchbegriffen sortiert und ausgibt (ähnlich wie z. B. AH-Unitex). Dazu steht den Nutzern im Hauptmenü die Funktion "Volltextsuche" über die Tab-Lasche "Suchen" zur Verfügung.

Eine ausführlichere Programmbeschreibung finden Sie nach dem Einloggen in Justitia21 unter dem Menüpunkt "Handbuch".

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Was ist ein Kontextbaum?

Justitia21 besteht aus diversen sogenannten Kontextbäumen. Ein Kontextbaum ist eine strukturierte Datenbank zu einer konkreten Ausgangsfrage, die mittels der von mir entwickelten Programme meines Expertensystem-Shell-Projektes (ESSP) (automatisch) generiert worden ist.

Solch eine Datenbank enthält Problemlösungswissen, welches den Nutzer durch die Art und Weise seiner Verknüpfung, verbunden mit einer Dialogführung bei der Problemlösung (hier bei der Lösung einer juristischen Ausgangsfrage) unterstützen soll.

Da die Informationen in diesen Datenbanken miteinander verknüpft und dadurch bereits ähnlich wie ein Programmablaufplan (PAP) bzw. Entscheidungsbaum strukturiert, aber mit vielen Informationen gespeichert worden sind, habe ich diese Datenbanken mit "Kontextbäume" bezeichnet.

Manchmal existieren sehr viele Informationen zu einer einzelnen Frage innerhalb eines Kontextbaumes. Dann kann es erforderlich werden, die Antwort zu dieser einzelnen Frage wiederum erst verlässlich durch die Prüfung eines weiteren Kontextbaumes zu erarbeiten. Damit dies möglich ist, kann zu einer Frage auch ein weiterer Kontextbaum konsultiert werden. Da dies innerhalb der Prüfung eines Kontextbaumes erfolgt, habe ich derartige Datenbanken mit "Unterkontextbäume" bezeichnet. Beachten Sie bitte, dass Unterkontextbäume grundsätzlich nicht allein geprüft werden sollten. Darauf wird aber auch in den jeweiligen Hilfetexten hingewiesen.

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Aktuelle Kontextbaumliste

Justitia21 bietet in der Praxis schnelle und unkomplizierte Lösungsansätze. Damit Sie sich über den Inhalt von Justitia21 einen Überblick verschaffen können, besteht mit dem folgenden Link die Möglichkeit, sich eine aktuelle Liste der derzeit in Justitia21 verfügbaren Kontextbäume mit jeweils einer Kurzbeschreibung in einem neuen Fenster anzeigen zu lassen.

Um die aktuelle Kontextbaumliste nun anzuzeigen, folgen Sie bitte diesem Link.

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